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 | Häusliche Gewalt |
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Gewalt gegen Männer
Auch Männer werden Opfer häuslicher Gewalt. Darüber wird jedoch kaum berichtet. Warum? Entsprechende empirische Daten sind kaum vorhanden und das Interesse der Forscher und Medien ist bescheiden. Es ist jedoch eine Tatsache, dass Frauen physisch schwerer verletzt werden, wodurch Gewalt gegen Frauen sichtbarer wird. Hinzu kommt, dass Männer viel eher leugnen, Opfer ihrer Partnerin geworden zu sein als umgekehrt.
Die meisten Männer berichten über psychische Gewalt in Form von Kränkungen und Demütigungen verbaler Art seitens der Partnerinnen. Physische Gewalt wird hingegen meistens nicht nach aussen kommuniziert. In der Gesellschaft ist dass Verständnis für häusliche Gewalt, welche sich gegen Männer richtet, durch die körperliche Überlegenheit des Mannes nur bedingt vorhanden. Darüber hinaus haben Männer eine andere Wahrnehmung als Opfer physischer Gewalt, wodurch sich Frauen eher als Opfer bezeichnen als Männer. Studien haben ergeben, dass Frauen etwa doppelt so oft mit Gegenständen nach dem Partner werfen. Darüber hinaus wird deutlich, dass Frauen häufiger treten als Männer oder mit einem Gegenstand schlagen als Männer, die wiederum zu einem höheren Anteil ihre Partnerin verprügeln sowie Schuss- oder Stechwaffen benutzen.
Warum aber verbleiben geschlagene Männer bei ihrer Parnerin? Die Beweggründe sind: Erfahrungen mit Gewalt in der Herkunftsfamilie, nur leichte oder seltene Gewalttätigkeiten sowie mangelnde Alternativen zum Leben mit dem gewalttätigen Partner. Dazu kommt, dass sich viele Männer die Finanzierung von zwei Haushalten nicht leisten können, gleichzeitig die Stigmatisierung ihrer Umwelt als Geschiedene fürchten und durch ihren Verbleib die Kinder schützen wollen.
"Das Bild der um sich schlagenden Frau und Mutter passt nicht recht zur Opferrolle, die der Frau und zur Täterrolle, die dem Mann zugeschrieben wird. Die Frau ist selbst dann noch Opfer, wenn sie selbst gewalttätig ist - als Opfer der Unterdrückung in der Gesellschaft und in der Familie misshandelt sie ihre Kinder, die eine noch schäwchere Position einnehmen als sie selbst. Die Tötung des Ehemannes ist entschuldigt, wenn die Frau glaubhaft machen kann, dass er sie wiederholt misshandelt hat. Ein Mann, der seine Frau tötet, um ihren Misshandlungen zu entgehen, wird weniger Verständnis finden." (A. Habermehl - Gewalt in der Familie)
"In der Diskussion über Gewalt gegen Männer wird häufig die Ansicht vertreten, dass Frauen Gewalt viel häufiger als Männer aus Notwehr oder als Reaktion auf die vorherige Gewaltanwendung ihrer männlichen Partner anwendeten. Männern wird also üblicherweise zugeschrieben, mit Gewalthandlungen begonnen zu haben. Dies bedeutet, dass Männer selbst dafür verantwortlich gemacht werden, wenn sie Opfer von Gewalthandlungen ihrer Frauen werden." (J. Gmünden - Gewalt gegen Männer in heterosexuellen Intimpartnerschaften)
In einer Studie von M.A. Straus wurde der Nachweis erbracht, dass die Raten schwerer Gewalt gegen Männer etwa gleich hoch sind wie jene gegen Frauen!
Artikel in der Sonntagszeitung vom 12.11.2006: Immer mehr gewalttätige Frauen. Von Catherine Boss. Auszüge:
Diesen Frühling weisen die Kantone erstmals die Fälle häuslicher Gewalt in ihren Statistiken aus. Dabei zeigt sich Erstaunliches: Die Zahl der Frauen als Täterinnen ist höher als erwartet. Im Kanton St. Gallen wurden beispielsweise von 135 Straftaten 47 von Frauen verübt. Das macht einen Frauenanteil von 34 Prozent aus. ... Dies erstaunt die Fachleute. "Ich habe zweimal hinschauen müssen, als ich die Zahlen sah", sagt Jürg Stacher von der Kriminalpolizei der Stadt Bern. "Es hat uns überrascht, dass so viele Frauen bei Konflikten mit Gewalt reagieren", sagt auch Reinhard Heizmann, Amtsleiter der Bewährungshilfe in St. Gallen. ...
Betroffene Männer häuslicher Gewalt und am Thema Interessierte können sich wenden an:
Daniel Neuhaus Telefon: 077'404'67'72 e-Mail: mailto:mann-als-opfer@gmx.ch
http://www.mann-als-opfer.com
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